Ökonomen-Blogparade – Frauenquote in Unternehmen

Dies ist mein Artikel zur Blogparade, die diesen Monat das Thema „Frauenquote in Unternehmen“ zum Thema hat. Nachdem der Wirtschaftswurm, der Initiator der aktuellen Blogparade, schon in einem polarisierenden Artikel das Seinige zu der Thematik ins Netz gebracht hat, möchte ich das etwas unscharf formulierte Thema, eigentlich sind es ja nur Schlagworte, nutzen, um einen Diskussionsrahmen zu entwerfen, innerhalb dessen man die grundlegenden Fragestellungen analysieren kann. Hier geht’s weiter

Steinbrück und die Medien

Elefant im Porzellanladen?

Wenn ich Kommunikationsberater wäre, würde es mir bei einem Klienten wie Peer Steinbrück kalt den Rücken herunterlaufen. Der Mann scheint ja förmlich auf der Suche nach Fettnäpfen sein, in die er dann mit Freude springen kann. Um es auf den Punkt zu bringen: Der Mann hat ein wirkliches Kommunikationsproblem und er ist auf dem besten Wege, dies zu einem Glaubwürdigkeitsproblem werden zu lassen.

Person vs politischer Inhalt

Deswegen würde ich aber noch keinen Artikel schreiben, da es mir immer mehr um die Inhalte als die Verpackung geht und ich das Ganze als SPD-Problem auf sich beruhen lassen könnte. Der Grund für diesen Artikel ist vielmehr mein Bestürzung, wie manipulativ einige Presseerzeugnisse derzeit seine Aussagen instrumentalisieren, um ihm das Image eines raffgierigen Egozentrikers anzuhängen, bzw. dieses Image weiter zu verstärken. Dadurch wird nämlich nicht nur ein Politiker persönlich diffamiert (mein Mitleid hält sich hierbei in Grenzen), sondern es wird vor allem die wichtige Debatte um die politischen Programme in den Hintergrund gedrängt.

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Blogparade – Financial Repression – Trifft es jetzt vielleicht die Richtigen?

Leider bin ich mit meinem Beitrag zur Blogparade schon wieder zu spät dran. Entweder einen Tag oder ein Jahr, je nachdem, wie man rechnet. An dieser Stelle daher zuerst eine Entschuldigung an den Initiator der Dezemberblogparade Dirk Elsner vom Blick Log.

Aber da ich theoretisch eigentlich nichts neues zu sagen habe und dafür lieber auf die Beiträge des Wirtschaftswurms , des Wirtschaftsphilosophen und Acemaxx-Analytics verweise, habe ich mich bezüglich dieses Themas lieber auf eine Frage gestürzt, die mir schon die ganze Zeit im Kopf umgeht: Falls es zu einer Financial Repression kommt, könnte es dann nicht sein, dass es dabei endlich einmal die Richtigen trifft? Hier geht’s weiter

Abgeordnete und ihre Nebentätigkeiten

Leider hechle ich auch diesmal mit meinem Blogeintrag der aktuellen Berichterstattung um einige Monate hinterher. Aber da es sich bei dieser Thematik um etwas Grundsätzliches handelt, denke ich, dass man immer noch etwas dazu schreiben kann.

Um es kurz zu machen, ich bin generell dafür, dass Abgeordnete jeglicher Nebentätigkeit nachgehen dürfen, allerdings auch alle Einkünfte umfangreich offenlegen müssen. Hier geht’s weiter

Die Bankenunion – Ein weiteres Danaergeschenk?

Die Bankenunion

Die Bankenunion schein langsam Fahrt aufzunehmen und man sollte sich Gedanken darüber machen, wohin dieser Zug eigentlich rollt und aufpassen dabei nicht selbst unter die Räder zu kommen. Dies gilt umso mehr, als im Euroraum das Volumen der Bankschulden das Volumen der Staatschulden um ein Vielfaches übersteigt:

Die Schulden der Banken im Euro-Raum sind dreimal so hoch wie die Staatsschulden aller Euro-Länder (Quelle: FAZ)

Die schöne neue Welt

Bisher hat es die Politik, meisterlich verstanden, die drei wesentlichen Kernbestandteile der Bankenunion mit euphemistischen Schlagwörtern an den Mann zu bringen.

  • Einheitliche Spielregeln und ein Schiedsrichter - Systemrelevante europäische Banken sollen einer einheitlichen Regulierungsbehörde und einheitlichen Regeln unterstellt werden.
  • Eine Bankenkrise soll sich nicht zu einer Länderkrise ausweiten können - Durch die direkte Rekapitalisierung gefährdeter Banken durch den ESM soll es nicht mehr notwendig sein, dass sich Länder zu deren Rettung weiter verschulden.
  • Die Finanzindustrie und nicht der Steuerzahler soll für kollabierende Banken die Rechnung zahlen - Durch einen gemeinsamen, europaweiten Einlagensicherungsfonds soll die Finanzindustrie selbst die Folgen zukünftiger Bankenpleiten tragen.

Die Schattenseite der Medaille

Alles in allem klingen obige drei Punkte gut, aber wer sich die Mühe macht, hinter die Kulissen zu sehen, wird bald feststellen, dass es sich hier wohl nur um ein weiteres Danaergeschenk handelt. Man kann die drei Punkte nämlich auch anders betrachten: Hier geht’s weiter

Blogparade II – Ist Austeritätspolitik sinnvoll?

Nachdem der Wirtschaftsphilosoph diesmal das Thema: “Ist Austeritätspolitik sinnvoll?” vorgegeben und auch schon etwas dazu geschrieben hat (sehr schön ist auch die Diskussion in den Kommentaren), möchte ich natürlich nicht versäumen, auch zu dieser Blogparade etwas beizusteuern. Ich halte das Thema dabei entwas genereller und gehen nicht wie z.B. der Wirtschaftswurm auf spezifische Probleme der Euro-Peripherieländer ein. Hier geht’s weiter

Der Fall Schavan – Anforderungen an eine Promotion

Um es vorauszuschicken, dies wird weder eine Verdammung noch eine Heiligsprechung von Frau Schavan. Der Artikel hat eigentlich gar nichts mit ihr zu tun, sondern sie ist nur der Anlass dafür, dass ich mir einige Gedanken darüber gemacht habe, wie derzeit in den Medien wieder einmal mit dem Thema Doktorarbeit umgegangen wird. Hier geht’s weiter

Blogparade – Ist der Finanzsektor zu groß?

In der deutschen Bloggerszene wurde der Vorschlag gemacht, die Blogger einzuladen, zu einem einheitlichen Thema einen Beitrag zu schreiben. Zum Start wurde die Frage “Ist der Finanzsektor zu groß” in den Ring geworfen. Da ich jetzt einer der Letzen bin, der zu diesem Thema etwas schreibt, habe ich natürlich den Vorteil, dass ich schon auf den Ideen der anderen Bloggs aufbauen kann, ich sehe mich aber auch mit dem Nachteil konfrontiert, dass einige Ideen schon von anderen Bloggern aufgeworfen und besser beantwortet worden sind, als ich das je könnte. Jetzt aber zum Thema: Hier geht’s weiter

Die drei Grundprobleme der Eurozone

Woran krankt die Eurozone?

Wenn man dem Pioniere der Managementlehre Peter Drucker glauben darf, ist die Anzahl der internen Meetings mit der Ineffizienz der Organisation positiv korreliert oder mit anderen Worten: Je schlechter ein Unternehmen organisiert ist, desto mehr interne Treffe sind notwendig, da niemand ansonsten weiß, was er genau zu tun hat. Auf die Eurozone übertragen, gibt das Ganze ein sehr trauriges Bild. Hier geht’s weiter

Jubel auf der Beerdigung der Bundesbank – Draghi erhält die Nukleare Option

Mario Draghi hat das geliefert, was die Märkte von ihm erwartet haben. Er hat die Beerdigungsfeier der Bundesbank in eine riesige Party verwandelt.
Die Ankündigung eines Programms zum unbegrenzten Aufkauf von Staatsanleihen (OTM) hat die Renditen der Staatsanleihen der Peripherieländer sofort zum Fallen gebracht und damit schon einen kurzfristigen Erfolg erzielt. Aufgabe dieses Programms ist es, den Investoren Gewissheit über das Weiterbestehen der Eurozone zu geben und sie somit davon abzubringen, von den Peripherieländern weiterhin einen „irrationalen Angstaufschlag“ zu fordern. Ohne diesen Angstaufschlag seien die normalen Marktbedingungen wieder hergestellt und die Geldpolitik der EZB könnte wieder Wirkung entfalten, war derzeit nicht der Fall sei.

Die Begründung für das Anleihekaufprogramm klingt zwar auf den ersten Blick überzeugen, hat aber nicht nur einen, sondern gleich mehrere Haken. Hier geht’s weiter